Was ist ein Digital Maturity Model?

Jedes Unternehmen, unabhängig von seiner Größe oder Branche, ist mit einer sich verändernden digitalen Umgebung konfrontiert, die schnellere Entwicklungszyklen als je zuvor aufweist und eine erhebliche disruptive Kraft besitzt, die durch den kontinuierlichen technologischen Fortschritt verstärkt wird. Gleichzeitig ergeben sich Chancen und Möglichkeiten durch vielversprechende Technologien wie KI, Cloudifizierung und Big Data. Um das digitale Rennen zu meistern, müssen sich Unternehmen jedoch auf eine digitale Transformationsreise begeben, die nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie von Anfang an die Segel setzen.

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Reise ist zu wissen, wo man sich befindet. Kein Segler würde seinen Weg finden, ohne zu wissen, wo er sich befindet. Während GPS den Seglern eine exakte Positionierung ermöglicht und die Navigation so einfach wie nie zuvor macht, ist es für eine Organisation schwer, ihre Position auf der Reise der digitalen Transformation zu bestimmen. Um diese Lücke zu schließen, ist das Digital Maturity Assessment ein großartiges Werkzeug, um Organisationen auf der digitalen Transformations-Roadmap zu verorten und die Grundlage für einen organisations- und branchenspezifischen Weg nach vorn zu schaffen.

Um Unternehmen bei der Navigation durch das digitale Zeitalter zu unterstützen, hat Detecon in Zusammenarbeit mit dem TMForum und führenden Unternehmen der Telekommunikationsbranche das erste branchenübliche Digital Maturity Model (DMM) entwickelt. Das Digital Maturity Model ist ein Online-Fragebogen-Assessment-Tool, das den aktuellen digitalen Reifegrad einer Organisation sowie die angestrebten Zielwerte in den kritischen Geschäftsdimensionen erfasst. Das Modell ist wie folgt aufgebaut: Es gibt sechs Kerngeschäftsdimensionen, nämlich Kunde, Strategie, Technologie, Betrieb, Kultur und Daten, die ein Unternehmen ganzheitlich erfassen. Diese Dimensionen sind weiter in mehrere Unterdimensionen unterteilt, die verschiedene Facetten einer digital reifen Organisation widerspiegeln. Auf der granularsten Ebene wird jede Unterdimension durch vordefinierte Kriterien mit einzigartigen digitalen Reifegraden unterstützt, durch die sich eine Organisation entwickelt.

Das Modell bezieht Einzelpersonen in der gesamten Organisation oder einzelne Abteilungen in den Bewertungsfragebogen ein. Die Fragen sind so aufgebaut, dass der vorherrschende digitale Reifegrad und der gewünschte Zielzustand durch die Bewertung jedes Kriteriums der Subdimensionen beurteilt werden kann. Im Anschluss an das Online-Assessment liefert das DMM eine umfassende Auswertung der Befragungsergebnisse und ermittelt, wo sich Organisationen auf ihrer digitalen Transformationsreise befinden. Unter den verschiedenen Analysemodi ist eine der entscheidenden Ausgaben die Heatmap-Ansicht, die die Lücken zwischen dem aktuellen und dem angestrebten digitalen Reifegrad über die Dimensionen und Subdimensionen hinweg aufzeigt. Mit dieser GPS-ähnlichen Positionierung einer Organisation können Maßnahmen abgeleitet werden, die sinnvoll und wünschenswert sind, um die digitale Reife dort zu steigern, wo sie wichtig ist.

Darüber hinaus ist das Digital Maturity Model auch ein hervorragendes Werkzeug, um den Fortschritt einer digitalen Transformation in der Praxis zu verfolgen. Regelmäßige Bewertungen machen den Wandel einer Organisation messbar, und der Erfolg wird sichtbar. So können Organisationen überprüfen, ob sie sich noch auf dem richtigen Weg ihrer digitalen Transformations-Roadmap befinden oder ob und wo zusätzliche Steuerung für eine produktive und erfolgreiche Transformation notwendig ist. So können Organisationen frühzeitig auf unerwünschte Abweichungen reagieren oder sich an ein verändertes Umfeld anpassen.

Der Originalartikel erschien am 06.05.2020 hier auf LinkedIn.

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