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Detecon Expert Christian Maasem and Tim Hammer in an interview

Von der Innovation zur Umsetzung: Wie der Hyperconnectivity Campus Industrie 4.0 vorantreibt

Hyperconnectivity Campus (HCC) Insights

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Der Hyperconnectivity Campus (HCC) bringt Branchenführer, Technologieanbieter und Forschungseinrichtungen zusammen, um Unternehmen dabei zu unterstützen, Innovationen in konkrete Anwendungsfälle und skalierbare Lösungen umzusetzen.

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Zusammenfassung
An Innovation mangelt es in Europa nicht – doch deren Skalierung bleibt eine Herausforderung. In diesem Interview erläutern Tim Hammer (CEO, Hammer Logistics) und Christian Maasem (Principal, Detecon), wie der Hyperconnectivity Campus in Eschweiler die Lücke zwischen Ideen und der Umsetzung in der Praxis schließt. Durch die Kombination fortschrittlicher Konnektivität – bis hin zu früher 6G-Infrastruktur – mit realen Produktions- und Logistikumgebungen können Unternehmen Technologien wie KI, IoT und Robotik unter realen Bedingungen testen, validieren und skalieren. Das Ergebnis: schnellere Innovationszyklen und messbare industrielle Wirkung.

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Autor*innen
Seiteninhalt
    Von der Innovation zur Umsetzung

    Die Brücke zwischen Innovation und industriellem Impact

    Was genau ist der Hyperconnectivity Campus – und warum wurde er gegründet?

    Tim: Der Hyperconnectivity Campus ist eine reale Innovationsumgebung, in der Unternehmen neue Technologien für Industrie, Produktion und Logistik unter realen Betriebsbedingungen testen und weiterentwickeln können. Er ist ein Joint Venture zwischen Hammer und Detecon, der Management- und Technologieberatung der Deutschen Telekom. Die Idee hinter dem Campus ist einfach: Vielversprechende Technologien werden in Laboren entwickelt, scheitern jedoch häufig bei der Anwendung in realen industriellen Prozessen.

    Deshalb haben wir einen Ort geschaffen, an dem Technologieanbieter, Industriepartner, Start-ups und Forschende gemeinsam an realen Anwendungsfällen arbeiten können. Auf dem Campus kombinieren wir hochmoderne Konnektivität – darunter eines der ersten 6G-Campusnetze – mit echten Produktions- und Logistikumgebungen. Ziel ist es, die Lücke zwischen technologischer Innovation und praktischer Umsetzung zu schließen und die Entwicklung von Lösungen in Bereichen wie KI, Robotik, IoT und autonomen Systemen zu beschleunigen.

    Europa hat keinen Mangel an Ideen, tut sich aber oft schwer mit deren Skalierung. Wie hilft der Hyperconnectivity Campus dabei, diese Lücke zwischen Innovation und Umsetzung zu schließen?

    Christian: Europa verfügt über erstklassige Ingenieurskunst und starke Innovationsfähigkeiten. Doch häufig gelingt es uns nicht, daraus skalierbare industrielle Lösungen zu machen. Was fehlt, ist eine Umgebung, in der Technologien unter realen Bedingungen getestet, integriert und validiert werden können. Genau das bietet der Hyperconnectivity Campus – eine Art Schnellspur von der Idee zur industriellen Wirkung.

    Was unterscheidet den Hyperconnectivity Campus von einem klassischen Innovationslabor oder Tech-Hub?

    Tim: Der entscheidende Unterschied zu klassischen Innovationslaboren ist, dass wir kein Labor sind, sondern eine reale operative Umgebung. Die meisten Innovationslabore testen Technologien in kontrollierten, experimentellen Settings. Auf dem Hyperconnectivity Campus werden Technologien dort getestet, wo sie später tatsächlich funktionieren müssen: in realen Produktions- und Logistikprozessen, mit echten Maschinen, echten Daten und realen operativen Rahmenbedingungen.

    Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist unser Ökosystemansatz. Wir bringen Technologieanbieter, Industrieunternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen zusammen, um gemeinsam an konkreten Anwendungsfällen zu arbeiten. Und schließlich ist der Campus rund um hochentwickelte Konnektivität aufgebaut – einschließlich eines der ersten 6G-Campusnetze –, wodurch wir Anwendungen der nächsten Generation in den Bereichen KI, Robotik, IoT und autonome Systeme erforschen können. Der Campus steht somit nicht für Innovation in der Theorie, sondern dafür, technologisches Potenzial in echten industriellen Mehrwert zu übersetzen.

    Another key difference is our ecosystem approach. We bring together technology providers, industrial companies, startups, and research institutions to work on concrete use cases together.

    Christian: Ich möchte noch einen entscheidenden Aspekt hinzufügen: Der Hyperconnectivity Campus dient nicht dazu, Technologie zu präsentieren. Der HCC wurde entwickelt, um Risiken zu minimieren und konkrete Geschäftsentscheidungen zu beschleunigen.

    In vielen Labors untersuchen Unternehmen, was technisch möglich ist. Beim HCC konzentrieren wir uns darauf, was im realen Betrieb wirtschaftlich tragfähig und skalierbar ist.

    Was uns auszeichnet, ist die Kombination aus drei Elementen:

    Deshalb ist HCC nicht nur ein Innovationsraum, sondern eine Umsetzungsplattform, die technologisches Potenzial in skalierbare industrielle Wirkung umsetzt. 

    Warum sind Ökosysteme für Industrie 4.0 so entscheidend – und wie sorgt der Hyperconnectivity Campus dafür, dass Zusammenarbeit tatsächlich funktioniert?

    Christian: Industrielle Innovation ist heute grundsätzlich vernetzt. Man kann KI nicht ohne Daten einsetzen, Daten nicht ohne Konnektivität nutzen und keinen Mehrwert schaffen, ohne alles in reale operative Abläufe zu integrieren. Deshalb sind Ökosysteme für Industrie 4.0 so entscheidend: Kein einzelnes Unternehmen kann allein eine vollständige Lösung liefern.

    Was den Hyperconnectivity Campus einzigartig macht, ist die Kombination dieses Ökosystemansatzes mit tiefgehender internationaler Beratungserfahrung über zahlreiche Branchen hinweg.
    Wir kennen die realen Herausforderungen der Unternehmen – nicht nur theoretisch, sondern aus der praktischen Zusammenarbeit weltweit.

    Darauf aufbauend bringen wir Technologieanbieter und Industrieunternehmen gezielt rund um konkrete geschäftliche Fragestellungen zusammen, die wir branchenübergreifend immer wieder beobachten.
    Und vor allem: Wir bleiben nicht bei Konzepten stehen.

    Wir arbeiten gemeinsam mit Partnern wie Hammer und anderen direkt vor Ort an realen Anwendungsfällen in laufenden Betriebsprozessen, um Lösungen unter echten Bedingungen zu validieren oder sogar vollständig neue zu entwickeln. So wird Zusammenarbeit produktiv: durch die richtigen Partner, die richtigen Fragestellungen und eine reale Umgebung zur Umsetzung.

    Mit Blick in die Zukunft: Wie wird Hyperkonnektivität Branchen wie die Logistik in den nächsten fünf Jahren verändern?

    Tim: In den nächsten fünf Jahren wird Hyperkonnektivität Branchen wie die Logistik grundlegend verändern, indem sie Abläufe autonomer, transparenter und datengetriebener macht. Mit Technologien wie 5G, 6G, IoT und Edge Computing kann jedes Asset in einer Logistikumgebung – Fahrzeuge, Container, Maschinen und sogar einzelne Produkte – vernetzt werden und in Echtzeit kommunizieren. Dadurch entsteht ein völlig neues Maß an Transparenz und Koordination entlang der gesamten Lieferkette.

    In der Folge werden wir deutlich höhere Automatisierungsgrade sehen. Autonome Fahrzeuge werden Waren über Logistikflächen transportieren, intelligente Lager setzen verstärkt auf fortschrittliche Robotik, und zunehmend werden auch humanoide Roboter menschliche Arbeitskräfte bei komplexen Aufgaben unterstützen, etwa beim Kommissionieren, beim Umgang mit unregelmäßigen Objekten oder beim Bedienen von Anlagen.
    Ein weiterer zentraler Wandel wird der Einsatz digitaler Zwillinge sein, mit denen Unternehmen ihre Abläufe kontinuierlich anhand von Echtzeitdaten aus der physischen Welt simulieren und optimieren.

    Kurz gesagt: Hyperkonnektivität ermöglicht Logistiksysteme, die autonomer, anpassungsfähiger und deutlich effizienter sind als alles, was wir heute kennen.

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