Digitale Technologien haben im Finanzsektor bereits eine Vielzahl an Transformationen bewirkt. Ob Künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen oder integrierte Blockchain – der Einsatz fortschrittlicher Technologien verändert grundlegend die Bereitstellung von Finanzdienstleistungen. Routineaufgaben, wie die Erfassung und Auswertung von großen Datenmengen, finden zunehmend autonom statt und schaffen Raum für anspruchsvolle Aufgaben.
Gerade für CFOs führt diese Entwicklung zu neuen Herausforderungen. Sie müssen konkrete Pläne für eine digitale und KI-gestützte Finanzführung entwickeln, was eine aktive Umgestaltung von Teamstrukturen und Kompetenzen erfordert. Gemäß Gartner werden bereits bis 2025 etwa 40 % der Finanzrollen durch den Einfluss der Finanztechnologie neugestaltet. Aktuell nutzen 64 % der Finanz-Führungskräfte digitale Technologien in ihren Teams nicht effektiv, während nur 23 % der Mitarbeiter ausreichende digitale Kernkompetenzen aufweisen. Finanzleiter prognostizieren eine weitere Zunahme der digitalen Kompetenzlücke in ihren Teams. Das Ziel ist eine anpassungsfähige Finanzabteilung, die digitale und KI-Fähigkeiten fördert und somit in der digitalisierten Finanzwelt erfolgreich agiert. Unternehmen müssen ihre Finanztalente dazu ermutigen, digitale Fähigkeiten zu erlernen, um ein angepasstes Talentportfolio zu schaffen. Welche konkreten Fähigkeiten hierfür benötigt werden, zeigt die folgende Abbildung:

Skill-Gap-Analyse
Die Skill-Gap-Analyse ist ein zentrales Element der strategischen Personalentwicklung. Sie ermöglicht eine frühzeitige Identifikation von Kompetenzlücken. Dazu werden benötigte Kompetenzen erfasst, Jobprofile erstellt und Soll-Anforderungen definiert. Mithilfe der Analyse können gezielte Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung und -anpassung eingeleitet werden, um die bestehenden Lücken zu schließen und die Effektivität in spezifischen Bereichen zu verbessern:
1. Weiterbildungsmaßnahmen
Personalverantwortliche entwickeln maßgeschneiderte
Trainingsprogramme
Webinare und interne Learning Academies fördern digitale Fähigkeiten
Praxisnaher und interaktiver Ansatz berücksichtigt individuelle Lernwege
2. Rekrutierung
Klassische digitale Rekrutierungsmethoden wie Social Media und mobile Strategien
Zusätzliche strategische Partnerschaften mit Hochschulen für frühzeitige Positionierung und Entwicklung neuer kooperativer Lerninhalte
3. Bindung von Mitarbeitenden
Employer Branding für attraktive Positionierung als Arbeitgeber
Flexible Arbeitsmodelle und individuelle Weiterentwicklung fördern Zufriedenheit
Längere Verweildauer im Unternehmen durch branchenübergreifende Angebote
Vielen Dank an Dora von Seggern für die Mitarbeit am Artikel.













