DETECON Consulting

eHealth-Projektteam ausgezeichnet

  • Framework ermöglicht Transfer von Prozessen in den Gesundheitsmarkt
  • Digitale Gesundheitsdienste erfordern enge Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg
  • Veranstaltungsreihe „Pharma meets Telco“ fördert Austausch von Marktteilnehmern

Für den Aufbau des technischen und organisatorischen Rahmens, um Prozesse aus dem Mobilfunksektor in den Gesundheitsmarkt zu übertragen, ist die Unternehmensberatung Detecon mit dem „Outstanding Contribution Award“ des TM Forums, einer Arbeitsgemeinschaft der IT- und Telekommunikationsindustrie aus über 900 Unternehmen in 70 Ländern, ausgezeichnet worden. Das „TMF Frameworx“ des eHealth-Projektteams von Detecon ermöglicht Telekommunikations- und Pharmaunternehmen, gemeinsam neue Geschäftsmodelle auf Basis digitalisierter Informationen zu entwickeln. Ein solcher digitaler Gesundheitsdienst ermöglicht beispielsweise Patienten, ihre Vitaldaten mit dem Smartphone in Echtzeit an die Online-Plattform ihres Krankenversicherers zu übertragen. Angeschlossene Servicekräfte nutzen die geschützten Daten, um den Patienten etwa per Videokonferenz Ernährungs- oder Bewegungsprogramme anzubieten.

Um solche „Digital Health Services“ umzusetzen, müssen die kooperierenden Marktteilnehmer eine gemeinsame technische Plattform aufbauen und ihre Dienstleistungsprozesse aufeinander abstimmen. „Eine der größten Herausforderungen liegt in der mangelnden Interoperabilität der Prozesse“, erklärt Sven Schuchardt, Leiter des eHealth-Projektteams von Detecon. „Standardisierte Prozesse, IT und Informationsmodelle sind daher die Voraussetzung dafür, dass sich unterschiedliche Industrien eng verzahnen.“

Detecon hat die Voraussetzungen für industrieübergreifende Geschäftsmodelle zwölf Monate lang intensiv untersucht: Im ersten Projekt adaptierten die Berater das eTOM-Rahmenwerk (enhanced Telecom Operations Map) des TM Forum auf Prozesse im Gesundheitssektor. eTOM stellt Prozessbausteine zur Verfügung, um alle strategischen und operativen Aspekte eines Geschäftsmodells in standardisierter, wiederholbarer Art und Weise zu modellieren. Im zweiten Projekt, dem eHealth Catalyst Project, zeigten die Detecon-Berater gemeinsam mit einer Reihe von Mitgliedsunternehmen, wie die unterschiedlichen Marktteilnehmer bestehende oder in Konzeption befindliche Geschäftsmodelle mit eTOM implementieren können.

Als Praxisbeispiel diente dabei etwa eine reale Präventionsplattform für die Krankenversorgung, die Detecon gemeinsam mit der Deutschen Telekom implementiert und auf den Markt gebracht hat. „Ein gemeinsames Geschäftsmodell verschiedener Unternehmen kann nur funktionieren“, sagt Sven Schuchardt, „wenn es eine gemeinsame Business-Infrastruktur gibt, die den gesamten Betrieb, Support und die Abrechnung aller Teilnehmer bedient.“ Das eHealth-Catalyst-Projekt wurde unter der Leitung von Detecon auf der TM Forum Digital Disruption 2013 in San Jose (USA) fortgeführt und noch einmal um rund 400 eHealth-Prozesse erweitert.

In Deutschland fördert Detecon den Austausch zwischen Pharmaunternehmen, Krankenkassen, Medizintechnikunternehmen und Telekommunikationsexperten unter anderem mit der Veranstaltungsreihe „Pharma meets Telco“. „Ob beim Aufbau von Screening-Systemen zur Identifikation relevanter Patientengruppen oder bei der Unterstützung der Patienteneigenverantwortung und Steuerung der Adhärenz, überall sind umfassende ICT-Dienstleistungen der Schlüssel zur Bereitstellung kostengünstiger Angebote“, erläutert Initiator Dr. Andreas Amann von Detecon.

„E-Health-Lösungen sorgen dafür, dass Krankenkassen, Kliniken, Ärzte und Patienten sich besser vernetzen und Kosten sparen können. Gleichzeitig verbessern sie die Versorgung“, betont Dr. Axel Wehmeier, Leiter des Konzerngeschäftsfeldes Gesundheit der Deutschen Telekom. „Die Ausgaben im deutschen Gesundheitswesen liegen bei rund 300 Milliarden Euro pro Jahr. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird es immer mehr Leistungsempfänger und immer weniger Beitragszahler geben. Das Gesundheitswesen muss darauf reagieren und neue Prozesse und Strukturen entwickeln – und dabei unterstützt die Telekom als kompetenter Partner mit innovativen Lösungen.“

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