DETECON Consulting

Spezifische Regulierungen für M2M kaum vorhanden

Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) kann in Südostasien nur dann zu einem erfolgreichen Markt werden, wenn die betroffenen Staaten einen spezifischen Regulierungsrahmen schaffen. Hindernisse für das Wachstum für M2M sind vor allem hohe Kosten beim Wechsel des Provider sowie das teure Roaming, da kaum spezifische M2M-Gebühren existieren. Die Managementberatung Detecon International hat in einer Analyse von Regulierungsfaktoren zudem eine ausreichende Anzahl von Nummern für M2M-Anwendungen sowie den Aufbau geeigneter Integrationsplattformen als wichtige Voraussetzungen identifiziert.

Weder Singapur noch Malaysia, Indonesien oder Thailand verfügen derzeit über einen speziellen Regulierungsrahmen für M2M. Singapur und Malaysia haben jedoch im Gegensatz zu Indonesien und Thailand bilaterale M2M-Roaming-Abkommen entwickelt sowie einige Initiativen gestartet, um beispielsweise den technischen Aufbau von M2M-Projekten zu fördern. „Thailand und Indonesien sollten diesem Beispiel folgen, indem sie Herstellern und Nutzern auch dedizierte M2M-Tarife bieten. Ansonsten müssen diese stets auf teure internationale Roaming-Gebühren zurückgreifen.“, betont Markus Steingröver, Managing Partner bei Detecon International. In Thailand sei zudem die Zuordnung von zusätzlichem 3G-Spektrum für M2M-Anwendungen ratsam.

Damit Nutzern auch der Wechsel eines M2M-Providers ermöglicht wird, empfiehlt Detecon die Einführung von offenen Mobile Network Codes (MNCs). Bei diesem System verfügen Nutzer oder Händler über einen eigenen MNC, so dass auf einen aufwendigen Austausch von SIM-Karten aus den M2M-Geräten verzichtet werden kann. Nutzer und Anbieter würden dann einfach nur noch M2M-bezogene Netzwerkservices von Händlern beziehen.

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