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Regulierungsbehörden

Treiber der Marktentwicklung

Regulierungsbehörden werden weltweit in den nächsten Jahren in der Welt der Telekommunikation nach wie vor eine wichtige Rolle spielen. Denn wann immer nicht erneuerbare Ressourcen zu verteilen sind, externe Effekte oder natürliche Monopole oder Oligopole existieren und sich Wettbewerb nicht frei entfalten kann, müssen Regulierungsmethoden greifen. Zudem unterstützen Regulierer in vielen Ländern die Transformation zur Informationsgesellschaft. Es ist davon auszugehen, dass internationale Organisationen wie EU, WTO und Weltbank diese Entwicklungen in steigendem Maße fördern  werden, um internationale „best-practice“ Regulierungsansätze schneller durchzusetzen.

Detecon hat weltweit Regulierungsbehörden erfolgreich darin beraten, wie Regulierungsverfahren nach internationalen Standards z.B. von WTO, ITU oder EU zu erfolgen haben. Unsere Experten entwerfen Sektorreformen, Privatisierungsvorhaben, Rechtsverordnungen, unterstützen bei der Organisation von Regulierungsbehörden und entwickeln Regulierungsinstrumente, wie beispielsweise Lizenzvergabeverfahren, Tarifregulierung, Interconnection, Universaldienstfonds, Datenschutz, entbündelte Netzzugänge etc.

      Capacity Building for Regulatory Authorities

Wissen weitergeben Den Regulierungsbehörden von Entwicklungs-, aber auch Industrieländern steht bei der Liberalisierung ihres Telekommunikationsmarktes immer ein Start ins Neuland bevor. Denn in der Regel finden Deregulierungen nur einmal statt. Umso wertvoller ist es, auf internationale Erfahrungen zurückzugreifen. Detecon hat Deregulierungsprojekte in mehr als 65 Ländern begleitet und kann Behörden damit beim Aufbau des erforderlichen Know-hows nachhaltig unterstützen. Es gilt, Mitarbeiter schnell, gezielt und bedarfsorientiert in neue Aufgaben einzuarbeiten und ihr Qualifikationsniveau dauerhaft sicher zu stellen. Der Wissenstransfer für die Erstellung von Sektorreformen, Privatisierungsvorschriften, Lizenzvergabebedingungen und Regulierungsinstrumenten ist stets gewährleistet.

      Economic, technical, legal and social sector regulations

Vielfältige Blickwinkel Die Auswirkungen von Deregulierungsprogrammen sind sowohl aus wirtschaftlicher, technischer, juristischer und sozialer Perspektive zu prüfen: So sind etwa die wirtschaftlichen Voraussetzungen für Markteinsteiger so einheitlich wie möglich zu gestalten. Detaillierte technische Kriterien muss der Regulierer bei der Vorauswahl der Anbieter aufstellen, damit die gefragten Nachrichtenübertragungsmethoden und Standards klar definiert sind. Aus rechtlicher Sicht führt beispielsweise die Entbündelung der Teilnehmeranschlussleitungen („letzte Meile“) zu umfassenden Regelungsbedarf. Im Sozialsektor steht schließlich neben möglichen Niedriggebühren für sozial Schwache der Datenschutz im Fokus: So müssen Telekommunikationsanbieter und Internet Service Provider bei Reformmaßnahmen wie der neuen Gesundheitskarte stets den Schutz persönlicher Patientendaten garantieren.

      ICT Policies & Strategies

Entscheidungen im Konsens gefragt Die Liberalisierung von Telekommunikationsmärkten muss auf klaren ordnungspolitischen Strategien beruhen. Ziel ist ein Gleichgewicht zwischen der Wahrung öffentlicher Interessen und der Entwicklung offener, wettbewerbsorientierter Märkte. Die ICT-Strategie eines Landes hat beispielsweise die Wahl zwischen einem Wettbewerb der Dienste oder der Infrastrukturen. Während beim offenen Netzzugang die rasch steigende Konkurrenz an Diensten den Nutzen für den Verbraucher maximiert, fördert der infrastrukturorientierte Wettbewerb stärker Investitionen vieler Anbieter in neue Netztechnologien. Weiterhin verlangt die Anbindung von ländlichen Gebieten nach klaren Richtlinien: Zwar vermag die starke Förderung eines drahtlosen Zugangs hier in Maßen Wettbewerb zu schaffen, dennoch kann aus wirtschaftlichen Gründen in manchen Landesteilen die flächendeckende Bereitstellung von Telekommunikationsdienstleistungen nach wie vor nicht gerechtfertigt sein.

      Interconnection, Tariffing and Licensing Policies

Spielregeln für Mitspieler Die technischen Voraussetzungen für effiziente Netzzusammenschaltungen werden in den meisten Ländern bald erreicht sein. Um marktgerechte Gebühren für Interconnection zu erheben, müssen die Regulierungsbehörden geeignete Kostenmodelle anwenden. Gleichzeitig sind Preise festzulegen, mit denen Mobilfunknetzbetreiber anderen Betreibern Zugang zu ihrer Infrastruktur gewähren. Ein weiteres Ziel hinsichtlich globaler Konkurrenzfähigkeit besteht darin, die Gebühren für internationale Anrufe durch Call-by-Call-Systeme oder durch Kontrolle von Roaming-Preisen zu reduzieren. Schließlich stehen nach wie vor die Versteigerung, der Verkauf oder die Zuweisung von Lizenzen für Mobilfunkstandards in städtischen und ländlichen Regionen im Fokus.

      Sector Reform and Privatization

Wettbewerb durch private Investoren Eine zuverlässige und kostengünstige Telekommunikationsinfrastruktur schafft gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Doch erst privatwirtschaftliche Investitionen bringen technologischen Schub ins Spiel. Zu Beginn der meisten Sektorreformen steht daher die Kommerzialisierung eines ehemals staatlichen Telefonanbieters und einer möglichst unabhängigen Regulierungsbehörde. Dabei gestalten sich Marktöffnungen in neuen Marktsegmenten wie Internet oder Mobilfunk oft einfacher als in ehemaligen Geschäftsbereichen der staatlichen Telefongesellschaften. Ein stabiles und liberalisiertes Investitionsrecht schafft die Voraussetzung für das Engagement ausländischer Investoren, die als positives Beispiel mehr Wettbewerb und weitere Privatisierungsschübe wie auch Lizenzvergaben in Gang bringen.

      Corporate Responsibility Strategie

Stakeholder fordern zunehmend ethisches und umweltverträgliches Handel von Unternehmen. Daher müssen verantwortungsvoll handelnde Unternehmen Modelle finden, die sowohl dem unternehmerischen Gedanken Rechnung tragen, als auch sozialen und ökologischen Anforderungen genügen. Corporate Responsibility bündelt hierzu kulturelle, ethische, soziale und wirtschaftliche Aspekte mit dem Ziel, die Entwicklung und Implementierung innovativer und vor allem nachhaltiger Geschäftsmodelle voranzutreiben. Zahlreiche Modelle zeigen heute schon, dass die Gewinnerzielung und die Unterstützung einer positiven sozio-ökonomischen Entwicklung Hand in Hand gehen können. Eine CR-Strategie dient somit der strategischen Differenzierung und offeriert darüber hinaus Synergien im Kerngeschäft – mit dem übergeordneten Ziel, Wettbewerbsvorteile zu schaffen.

      Corporate Responsibility Innovation

Corporate Responsibility (CR) setzt sich mehr und mehr als eigenständige Management-Disziplin durch. Insbesondere Unternehmen, die sich vor allem in Entwicklungsmärkten engagieren, stehen vor der Herausforderung, nachhaltige innovative Produkte zu entwickeln, die sowohl ökonomischen als auch ökologischen, sozialen und technologischen Anforderungen genügen. Nachhaltige Produkte bieten Kunden eine hohe Zufriedenheit und leisten gleichzeitig einen positiven sozio-ökonomischen Beitrag. Dies bedeutet einen Wettbewerbsvorteil, der die ökonomischen Erwartungen der Shareholder sowie die Erwartungen der Gesellschaft hinsichtlich ökologischem und sozialverantwortlichem unternehmerischen Handeln erfüllen. Neben höheren Marktanteilen und erhöhter Kundenloyalität profitieren Unternehmen durch CR-Innovationen von einer gesteigerten Mitarbeitermotivation und einer positiven Wahrnehmung des Unternehmens in der Öffentlichkeit. Unternehmen, die fokussiert und proaktiv integrierte soziale Innovationen angepasst an die Unternehmensstrategie entwickeln, erreichen eine erhöhte strategische Differenzierung gegenüber ihren Wettbewerbern.

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