DETECON Consulting

Detecon veranstaltete siebte Auflage des etablierten Forums +++ Hohe Bedeutung der Digitalisierung für Patientenversorgung +++ Zahlreiche Workshops vernetzen Teilnehmer

Die Identifikation gemeinsamer Handlungsfelder von Gesundheitsbranche und Informations- und Kommunikationstechnologie (engl. ICT) stand im Fokus der siebten Auflage der „Life Science meets Telco“. Auf Initiative der Managementberatung Detecon waren am 14. April hierzu über 130 Teilnehmer aus mehr als 30 Unternehmen in den Räumlichkeiten der Deutschen Telekom in Bonn zusammengekommen. Die Community versteht sich als unternehmensübergreifende Netzwerk-Initiative, die Experten quer aus allen Organisationen und Unternehmen zusammenbringt, um gemeinsame Sichtweisen sowie Grundlagen für kooperative Projekte zur Digitalisierung in Pharma und Gesundheitswesen zu entwickeln.

Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des vfa (Verband der forschenden Arzneimittelhersteller), hob in ihrer Rede die Bedeutung der Digitalisierung für das Gesundheitswesen hervor: So ermöglichen digitale Datenauswertungen bessere Therapieansätze, da diese damit aus der Sphäre von Grundsatzdebatten heraus und in einen messbaren Qualitätswettbewerb eintreten können. „In der Patientenversorgung können Erkenntnisse über unerwünschte Neben- oder Wechselwirkungen oder eine zuverlässige Medikamenteneinnahme mittels Digitalisierung viel schneller als bisher der Forschung zur Verfügung gestellt werden“, betonte Fischer. Als konkretes Beispiel des digitalen Nutzens verwies sie unter anderem auf ein Pilotprojekt für digitale Arzneimittelinformationen, das sich derzeit in vorbereitender Diskussion befindet. Auch „securPharm“, ein von Herstellern, Großhändlern und Apothekern entwickeltes System zur Echtheitsprüfung von Arzneimitteln, basiert auf Digitalisierungsprozessen. „Pharma und ICT sind zwei Branchen, die beide für Innovation stehen! Ich kann mir gut vorstellen, dass beide zusammen für noch mehr Innovation sorgen könnten“, so Birgit Fischer.

Anette Bronder, Geschäftsführerin der Digital Division von T-Systems, der Großkundensparte der Deutschen Telekom, wies in ihrer Rede darauf hin, dass letztendlich jede Branche vor gleichen digitalen Herausforderungen stehe und alle viel voneinander lernen könnten. „Digitalisierung kann keiner für sich alleine meistern, der zügige Austausch und die Einigung auf Standards ist sowohl innerhalb von Branchen als auch branchenübergreifend essentiell“, so Bronder. Die Telekom sehe sich als Bindeglied und Innovationstreiber für die Gesundheitsbranche, der alle beteiligten Unternehmen über standardisierte Cloud-Plattformen sicher miteinander vernetze.

 In verschiedenen Workshops zu Themen wie Research & Development, Production, Marketing & Sales sowie Care Management Systems waren anschließend die Teilnehmer des Events aufgerufen, sich über Projekterfahrungen auszutauschen und gemeinsam mögliche neue Anwendungsfälle zu identifizieren. Alle Workshops wurden jeweils von einem Vertreter der Pharma- sowie der Informations- und Kommunikationsindustrie moderiert. Die sich daraus ergebenden und bisweilen erfrischend kontroversen Diskussionen wurden auch nach dem offiziellen Teil noch in vielen Gesprächen lange fortgesetzt.

 „Mit Teilnehmern aus mehr als 30 Unternehmen hat unsere Initiative „Life Science meets Telco“ die kritische Masse erreicht, um auch Projekte mit einem höheren Grad an Standardisierung aufzusetzen. Mit dem heutigen Startschuss soll das Ziel verfolgt werden, bis Ende des Jahres erste Lösungen in einen Piloten oder sogar in den Rollout zu führen“, zog Dr. Andreas Amann von Detecon ein positives Fazit. Die Managementberatung will mit der Veranstaltungsreihe „Life Science meets Telco“ auch weiterhin den Austausch zwischen Pharmaunternehmen, Krankenkassen, Medizintechnikunternehmen und Telekommunikationsexperten fördern.

Bildunterschrift: Andreas Amann (Detecon), Birgit Fischer (vfa) und Anette Bronder (T-Systems) auf der „Life Science meets Telco“