DETECON Consulting

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Trend­ Radar ­und ­Capability ­Map für den Finance-Bereich
 

Digital Finance

Je ­effizienter ­und ­aussagekräftiger ­die ­Datenanalyse, ­um so ­entscheidungs­fähiger­ ist­ der CFO.­ Detecon ­empfiehlt deshalb ­den ­Einsatz ­von ­Trend ­Radar ­und ­Capability ­Map,­ um­ die digitale ­Transformation ­und ­Prozessautoma­tisierung­ im­ Finance-Bereich­ vorantreiben.­ Beide Instrumente unterstützen dabei, relevante Trends auszuarbeiten und leistungsfähige sowie zukunft­sorientiere­ Softwarelösungen ­auszuwählen.

Die Digitalisierung verändert Geschäftsprozesse innerhalb von Unternehmen nachhaltig. Auch das Finanzwesen der Unternehmen ist davon betroffen. Große Unsicherheit herrscht darüber, in welche Richtung die Entwicklung geht – sowohl aus technischer als auch geschäftlicher Sicht. Zudem besteht Klärungsbedarf darüber, welche Herangehensweisen und Lösungen geeignet sind, um unternehmensspezifische Anforderungen zu erfüllen, auch angesichts hoher Kosten für IT-Lösungen. Doch wie lässt sich diesen Unsicherheiten entgegenwirken?

Der Trend Radar und die Capability Map sind zwei Instrumente, die eine digitale Transformation und Prozessautomatisierung im F&C Bereich vorantreiben. Der Trend Radar zeigt aktuelle Trends auf und unterstützt zudem bei der Auswahl einer passenden Finanzsoftwarelösung. Die Capability Map hilft dabei, die Geschäftsmodelle ebenso wie die Technologietrends in unternehmensspezifische Fähigkeiten zu übersetzen und stellt die Basis für die Erstellung der Handlungsempfehlungen dar. Der Einsatz beider Instrumente ist aufeinander abgestimmt.

Detecon Trend Radar und New Work Force

In der aktuellen Systemlandschaft werden vor allem in den Basissystemen vergangenheitsorientierte Daten gesammelt, die als passive Aufzeichnungssysteme fungieren, während die vorhandene „Schubladenverarbeitung“ und Silostrukturen die Entscheidungsfindung verzögern. Des Weiteren unterliegen die Daten der Verantwortung der jeweiligen Abteilung und sind in einer vernetzten Welt trotzdem nur bedingt zugänglich. Mit der Einführung von systemübergreifenden, analysierenden Softwarelösungen werden die Vorzüge einer vernetzten Welt mit zukunftsorientierten Analysen zur Steuerung künftig vermehrt genutzt werden.

Auch die Stellenprofile werden teilweise an Bedeutung zunehmen: Qualifikationen, wie zum Beispiel der CFA (Chartered Financial Analyst) oder der MBA (Master of Business Administration), werden auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen, ebenso die die Fähigkeiten von Statistikern, Datenanalysten, Verhaltensforschern und Ökonomen.

Dabei rückt der Fokus der Finanzbereiche immer weiter auf eine Entscheidung, die auf Basis logisch strukturierter automatisierter Daten erfolgt. Währenddessen werden Korrekturänderungen, manuelle Updates von Reports und die Notwendigkeit der Datenüberprüfung immer weiter abnehmen.

Unternehmensspezifische Anforderungen an digitale Lösungen sind vom Geschäftsmodell abhängig. Aus Unternehmenssicht setzt dies eine permanente Beobachtung von Markttrends voraus, allerdings fehlen oft die Erfahrungswerte, um Trends und Entwicklungen mit Zukunftspotential zu erkennen.

Als Basis dient eine fundamentale Analyse der vorhandenen Softwarelösungen, die Handlungsbedarfe ableitet und im Vorfeld Machbarkeitsstudien durchführt. Der Detecon Trend Radar berücksichtigt dann auf einer Zeitachse von mehreren Jahren die Entwicklungen innerhalb der Dimensionen Technologie, regulatorische Anforderungen und zukünftige Skills der Mitarbeiter.

Strategischer Ansatz zur Entwicklung der Capability Map für F&C

Die Capability Map ist ein Blueprint, der die Prozesse der F&C Abteilung vollumfänglich abbildet, um unternehmensspezifische F&C Prozesse ganzheitlich zu analysieren und Deltas zwischen vorhandenen und benötigten Fähigkeiten zu identifizieren. Dieser Ansatz verfolgt das Ziel, sowohl Arbeitsschritte als auch Prozesse zu erleichtern und zu automatisieren.

Auf einer übergeordneten Ebene lassen sich die Capabilities (Fähigkeiten) für folgende Themen formulieren:

Cash Flow Management: Die Steuerung des freien Kapitals und der finanziellen Ströme. Controlling & Internal Reporting: Die interne Berichterstattung und Steuerung des Unternehmens auf Basis von Finanzkennzahlen.

Compliance Management: Die Überprüfung interner Abläufe und Minimierung von Compliance-Fehlern.

Risk Management: Die Identifizierung, Analyse und Bewertung von Risiken, sowohl im finanziellen Bereich als auch im operativen Geschäft.

General Accounting & External Reporting: Die externe Berichterstattung sowie auch zur vollumfänglichen Erfassung der Daten im Rahmen der Hauptbuchhaltung auf Basis von HGB, IFRS/IAS, U.S.GAAP, etc.

Tax Planning & Management: Die legal rechtliche Ausweisung der Steuern.

Change Management: Die kontinuierliche Verbesserung des F&C Bereiches und der Mitarbeiter-Skills.

Treasury Management: Die Erfassung und Steuerung zahlungsstromorientierter Finanzmittel zur Innen- und Außenfinanzierung.

Effectivness, Standards & Methods: Die Messung von Effektivität und Einhaltung.

Die generische Capability Map dient lediglich als strategischer Startpunkt für die Analyse individueller F&C Fähigkeiten. Abteilungen und Arbeitsprozesse werden in einer unternehmensindividuellen Capability Map mit den tatsächlichen Anforderungen der F&C Abteilung eines Unternehmens konfrontiert und sind für jedes einzelne Unternehmen immer ein maßgeschneidertes Produkt.

Viele Softwarelösungen, die eine Eingrenzung und Entscheidung erfordern

Charakteristisch für den Softwaremarkt ist die hohe Anzahl an Lösungen. In den letzten Jahren hat sich herausgestellt, dass auch namenhafte Softwarehersteller immer mehr Konkurrenz bekommen und in Teilen von vergleichsweise noch relativ kleinen Unternehmen in den Punkten Alltagstauglichkeit und Funktionalität überboten werden. Teilweise docken diese Systeme aber auch nur an ein Basissystem an und werden als Datenquelle verwendet. Gründe dafür sind oft Mobilität und die bessere Anbindung an externe Datenquellen, die eine  höhere Daten- und Markttransparenz gewährleisten.

Die Abbildung 2 stellt die Klassifizierung verschiedener Softwarelösungen nach angeforderten Fähigkeiten beispielhaft dar. Zu diesem Zweck müssen die Softwarelösungen genau untersucht und mit den Prozessen, die durch die Capability Map definiert sind, eingegrenzt werden.

Das Mapping ermöglicht eine Zusammenstellung von Softwarelösungen, die nahezu jedem F&C Prozess eine passende Lösung zuordnet und somit die mit dem einzelnen Prozess verbundene Arbeit erleichtern oder sogar den ganzen Prozess automatisieren kann. Ein Problem besteht jedoch darin, dass diese Lösungen häufig verschiedene Datenspeicherorte haben, sodass die Daten manuell hin und her geschoben werden müssen. Um die vom Endnutzer präferierten Front-End-Lösungen zu kombinieren, eignet sich ein Basissystem am besten, auf das jede Softwarelösung zugreifen kann. Ist SAP das Basissystem, kann durch die gegenseitige Abhängigkeit in der Prozesskette kann schnell eingegrenzt werden, aus welchem Modul welche Daten kommen müssen und wohin die Daten nach der Bearbeitung fließen. Obwohl die Quelldaten der Front-End-Lösungen in verschiedenen SAP Modulen liegen, ist SAP dennoch ein einheitliches System, in dem ein automatisierter Datenaustausch geschieht.

Beide Instrumente unterstützen den CFO hervorragend in seiner Aufgabe, den Finanzbereich effizient zu strukturieren, Komplexität zu reduzieren und die Entscheidungsfindung zu verbessern.