DETECON Consulting

Artikel

Innovation Radar

Trends erkennen und Innovationen effektiv managen

Innovationen sind weit mehr als nur "neue Ideen". Die Innovationsgeschwindigkeit ist ein wichtiger Schlüsselfaktor für den ökonomischen Erfolg von Unternehmen. Doch wie kann ich über relevante Trends, Technologien, Lösungen und aufstrebende Startups auf dem Laufenden bleiben, ohne dazu ein strategisches Foresighting Team aufzubauen? Und wie kann ich dabei die für mich wichtigen Trends von Hypes unterscheiden?

Genau damit hat sich das Detecon Innovation Institute (DII) in San Francisco beschäftigt und mit dem „Innovation Radar“ eine Lösung entwickelt, mit der es gelingt, bestehende Informatio-nen zu Trends, Risiken oder Startups zu strukturieren, zielgerichtet zu analysieren und zu be-werten, um daraus zukunftsweisende Strategien und Innovationsprojekte ableiten zu können. Wie das Tool genau funktioniert, darüber sprachen wir mit Philipp Schett, Managing Consultant bei Detecon in San Francisco.

Warum ist Trendscouting so wichtig für Unternehmen?

Philipp Schett: Wir leben in exponentiellen Zeiten. Technologischer Fortschritt treibt Innovation, Ökosysteme entstehen und maßgebliche Forschung wird schon längst nicht mehr nur von großen Unternehmen betrieben. Die Branchengrenzen verschwimmen und Innovationen von Startups können dabei das Geschäftsmodell von etablierten Unternehmen extrem schnell durcheinanderwirbeln. Wenn Unternehmen das frühzeitig genug erkennen, können diese schnellen Veränderungen auch Chancen mit sich bringen. Die Reaktion können Partnerschaften mit jungen Unternehmen sein, die Entwicklung der richtigen neuen Produkte oder auch Zukäufe. Unabhängig von der Innovationsstrategie eines Unternehmens ist es essentiell, einen Überblick über diese neuen Entwicklungen zu behalten, um die Treffsicherheit für die richtigen zukunftsweisenden Entscheidungen zu erhöhen.

Was ist die größte Herausforderung beim Trendscouting?

Erfolgreiches Trend- und Innovationsmanagement ist für Unternehmen extrem wichtig, aber eben auch mit hohem Aufwand verbunden. Zunächst muss sich ein Unternehmen über seine Innovationsstrategie im Klaren sein. Daraus müssen dann Suchfelder abgeleitet werden, in denen ein Unternehmen Trendscouting betreiben möchte. Es ist wichtig ein Netzwerk an Scouts aufzubauen und Quellen, Datenbanken und Partner zu identifizieren und regelmäßig abzufragen. Im nächsten Schritt müssen die Unternehmen dann einen Weg finden, diese Da-ten zu sichten und einen Kriterienkatalog festlegen, nach dem die identifizierten Trends und Chancen bewertet werden. Und schlussendlich muss diese Information dann auch im Unter-nehmen verbreitet und in die Innovationsprozesse integriert werden.

Reichen dazu die klassischen Tools nicht mehr aus?

Den Überblick über die ständig steigende Zahl an Informationsquellen zu behalten, ist eine enorme Herausforderung. Das Ganze auf PowerPoint und Excel aufzubauen ist absolut nicht mehr zeitgemäß. Diese klassischen Tools sind weder dynamisch noch flexibel genug, um der Geschwindigkeit der Innovationen in der heutigen Zeit gerecht zu werden. Darüber hinaus ver-fügen sie nicht über die Funktionalität kollaborativ in einer Organisation eingesetzt zu werden und sind daher für den Innovationsprozess ungeeignet. 

Was leistet der „Innovation Radar“ von Detecon?

Durch den Innovation Radar erhalten unsere Kunden Zugriff auf die Schlüsselkompetenz un-seres Trend- und Startup-Scoutings, das wir mit Hilfe unserer Mitarbeiter in den Innovations-zentren dieser Welt kontinuierlich durchführen. Dadurch können Unternehmen ihren Innovati-onsmanagement-Prozess verbessern, zu relevanten Themen auf dem aktuellen Stand bleiben potenzielle Partner, aber auch Gefahren frühzeitig zu erkennen. Das halten wir vor allem für kleinere und mittelständische Unternehmen für besonders spannend. Ein eigenständiges Scouting in guter Qualität aufzubauen ist sehr aufwändig - aber trotzdem unverzichtbar. Denn die Veränderungen durch die Digitalisierung betreffen alle Branchen und müssen auch bei Mittelständlern aktiv gemanaged werden. 

Wie funktioniert das in der Praxis?

Gemeinsam mit ITONICS, einem jungen Unternehmen aus Nürnberg und Berlin, das sich auf die Entwicklung cloudbasierter Tools für das Innovationsmanagement spezialisiert hat, ist es uns nun gelungen, unsere Scouting-Expertise benutzerfreundlich und dynamisch verfügbar zu machen. Die toolbasierte Lösung kann auf zwei Arten genutzt werden: Einerseits zur Verwal-tung und Zentralisierung eigener Inhalte und andererseits als „Themen-Radar“, das Zugriff auf die neuesten Trends in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Cyber Security und Datenschutz, Blockchain sowie technologische Entwicklungen im Finanz- und Versicherungssektor bietet. Wir betrachten dabei aktuelle Trends und verknüpfen diese mit spannenden Startups und In-spirationen für Entscheider, Produktmanager oder Innovationsmanager. 

Was darf der Kunde von euch erwarten?

Dank unserer Erfahrungen im Innovationsmanagement bei Unternehmen rund um die Welt kennen wir die auftretenden Probleme und wie man sie löst. Wir begleiten unsere Kunden durch den gesamten Prozess, vom Trendscouting bis hin zur Einführung erfolgreicher Produk-te. Dabei profitieren unsere Kunden von unserem Expertenwissen in den verschiedenen Be-reichen, unserem Methoden-Knowhow rund um agiles Arbeiten und Prozesse und wir haben unser weltweites Innovationsnetzwerk, in welchem wir unsere Kunden mit innovativen Partnern auf der ganzen Welt verbinden. 

Auf welcher Datenbasis entsteht der „Innovation Radar“? 

Hier kommen sowohl unser Netzwerk als auch unsere langjährige Erfahrung ins Spiel. Wir filtern unzählige Quellen, so dass unsere Kunden keine Zeit damit verlieren, die Nadel im Heu-haufen zu suchen. Unser Fokus liegt auf Qualität und Individualität, um unseren Kunden genau die Innovationen und Partner präsentieren, die für sie und ihr Geschäft wirklich relevant sind.

Eine maßgebliche Rolle nimmt natürlich unsere Präsenz im Silicon Valley ein. Nur dadurch sind wir am Puls der Zeit, können Trends frühzeitig aufspüren und uns aktiv mit der Startup-Szene vernetzen. Außerdem bringen wir auch unser Netzwerk zu anderen Innovationszentren, wie beispielsweise Berlin und Tel Aviv, mit ein.