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Future Retail

Diese Trends werden den Handel in 2017 prägen

Erstes Quartal 2017 – ein Zwischenstand: Digitale Transformation ist weiter ein Top Punkt auf den Agenden der CIOs. Während jedoch in den vergangenen Jahren die Finanz- und Gesundheitsindustrie im Fokus standen, wird dieses Jahr der Einzelhandel in den Fokus rücken.
Retailer müssen sich zunehmend neben klassischen Digitalisierungsfeldern wie Big Data oder eCommerce mit Themen auseinandersetzen, welche den Einzelhandel in den nächsten Jahren grundlegend verändern werden. Darunter fallen beispielsweise Logistik-Innovationen, die Vernetzung der Filialen und neue Verfahren in der Kundenkommunikation. Das Stichwort dieser Veränderung lautet „Future Retail“.

Trendradar „Future Retail 2017“

Das Trendradar „Future Retail 2017“ beschreibt besonders tiefgreifende Entwicklungen (Trends), für den Einzelhandel und unterscheidet dabei zwischen Trends technischen Ursprungs und solchen mit Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der Einzelhändler.


Ähnlich einem Flugradar erlaubt das Trendradar Innovationen zu erkennen und die Distanz bis zur Marktreife abgeschätzt werden. Einzelhändler erhalten dadurch einen wertvollen Überblick über aktuelle und zukünftige Trends. Da sich die aufgezeigten Entwicklungen häufig aus Feldstudien und Prototypen von Marktführern ableiten, wächst das Risiko einer unmittelbaren Bedrohung für deren Wettbewerber. Eine frühzeitige Analyse dieser Trends im Kontext des eigenen Geschäftsmodells kann daher zu einem essenziellen Wettbewerbsvorteil für die nächsten Jahre werden.


Diese Megatrends dürfen auf keiner digitalen Agenda fehlen

Um dem Wettbewerb einen Schritt voraus zu sein ist eine detaillierte Kenntnis der Marktbewegungen unumgänglich. Die Identifikation von Themenfeldern mit besonders hoher Eintrittswahrscheinlichkeit lassen sich über Trendcluster (Megatrends) ermitteln. Dabei handelt es sich um die Ansammlung von Trends mit hoher thematischer Nähe zueinander. Im Trendradar „Future Retail 2017“ zeichnen sich fünf solcher Megatrends ab, die dieses Jahr ein hohes Maß an Relevanz gewinnen könnten. Einzelhändler sollten diese daher im Rahmen ihrer digitalen Agenda sorgfältig prüfen und frühzeitig Einschätzungen über die Auswirkungen auf das eigene Geschäftsmodell treffen. Die fünf Megatrends lauten:

  •     Conversational Commerce
  •     Vernetzte Filiale
  •     Proximity Marketing
  •     E-Food & Last Mile Delivery
  •     Neue Bezahlverfahren

Dieser Post wird die ersten beiden Megatrends im Handel, Conversational Commerce und die Vernetzte Filiale etwas genauer betrachten. Wer noch mehr Details benötigt oder auch über die anderen Retail-Megatrends für 2017 erfahren möchte, der kann sich das ausführliche Trendradar hier herunterladen.

Conversational Commerce

Bei den Trends im Bereich des Conversational Commerce dreht sich alles um den Kundenkontakt per Chat. Durch die mittlerweile flächendeckende Verbreitung von Messengern wie Whatsapp, Facebook und Co. öffnet sich für viele Unternehmen ein neuer Kontaktkanal für einfache Dienstleistungen und zur unkomplizierten Klärung von Kundenfragen. Erste Unternehmen haben sich den Trend bereits zu Nutze gemacht und bieten ihren Kundensupport per Messenger an. Doch per Chat lassen sich nicht nur Fragen klären. Anstelle mit Mitarbeitern können Chats auch mit den Transaktionssystemen der Unternehmen geführt werden. Damit der Kunde möglichst nichts bemerkt, kommen so genannte Chatbots zum Einsatz. Diese sind mit künstlicher Intelligenz ausgestattet und sind in der Lage Texteingaben zu deuten und zu verarbeiten. Dadurch können künftig virtuelle Shopping-Assistenten oder textbasierte Bestellsysteme entstehen.

Per Conversational Commerce lassen sich also künftig Transaktionen einfach per Konversation ohne die Notwendigkeit einer weiteren App oder Webseite abwickeln. Bestimmte Dienstleistungen eines Unternehmens werden dadurch ohne Umwege per Direktkontakt erreichbar. Gerade bei den jüngeren Kundengruppen könnte diese Tatsache zu einem wichtigen Differenzierungsmerkmal, sowie einem Treiber der Konvergenz zwischen Online- und Offline-Handel werden.

Vernetzte Filiale

Doch nicht nur die Vernetzung der Kunden mit den Unternehmen wird eines der großen Themen in 2017 werden. Der Einzug des Internets der Dinge und Industrie 4.0 wird auch im Handel zu Veränderungen führen. Durch die vollständige Integration von Filialen in die Unternehmens-IT wird es Retailern möglich werden, weitere Digitalisierungshebel anzusetzen. Grundlage für Effizienzsteigerungen wird dabei die Vernetzung in Echtzeit bilden. Dadurch können Unternehmen beispielsweise in Echtzeit Abverkäufe verfolgen und frühzeitig auf Artikelengpässe reagieren und entsprechende Nachlieferungen veranlassen, bevor Umsatzverluste Mangels Verfügbarkeit eintreten können. Daneben ermöglicht die Vernetzung von Filialen auch eine direkte und fehlerfreie Preisanpassung in einzelnen Filialen oder ganzen Verkaufsbezirken. Durch den Einsatz digitaler Preisschilder (Electronic Shelf Labels) sogar der Prozess des Austauschs der jeweiligen Preisschilder überflüssig. Händler profitieren dabei nicht nur von einer geringeren Fehlerquote bei Preisanpassungen, sondern auch von frei werdenden Ressourcen. Zusätzlich kann durch digitale Preisschilder ein Gewinn an Dynamik bei der Preisgestaltung erwartet werden.

Die Vernetzung der Filialen wird damit möglicherweise zu einem der Haupttreiber der Digitalisierung der den Handel in den nächsten Jahren nachhaltig verändern könnte.

Welche weiteren Trends die Digitalisierung im Handel bestärken werden, sowie ausführliche Beschreibungen der hier genannten Trends finden sich im vollständigen Trendradar Future Retail 2017, welches hier heruntergeladen werden kann.

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