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Diversity @Detecon

Erfahrungsbericht Amal Haj-Najib

Amal Haj-Najib (36) hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Witten/Herdecke studiert. Eingestiegen ist sie im März 2010 als Business Analyst bei Detecon im Bereich International Telco. Im Verlauf ihrer Zeit bei Detecon hat sie den Bereich zwei Mal gewechselt, ihre zweite Station war der Bereich Automotive  - und aktuell ist sie in unserer Beratungseinheit für die Deutsche Telekom AG tätig. Amal ist mittlerweile Senior Consultant und bereits mehr als 7 Jahre im Unternehmen. Das Thema heute: Diversity.

Woher kommt Dein Name bzw. woher kommst Du?

Mein Name hat syrische Wurzeln, mein Vater ist Syrer, meine Mutter Deutsche. Ich bin in München geboren und aufgewachsen. Seit klein auf lebe ich in zwei Kulturen, etwas was mein Leben sehr bereichert. Kultur heißt konkret, zwei Traditionen, zwei Sprachen, zwei Religionen und zwei ethische Wertesysteme. Meine zweite Muttersprache ist arabisch und seit frühester Kindheit bereiste ich Syrien, das heute vom Krieg zerstört ist. Aleppo ist das Geburtsland meines Vaters, Familie und Freunde sind mir im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen und haben auch einen großen Beitrag zu meiner Entwicklung und meinem Wertesystem geleistet.

Was war Dein erstes Auslandsprojekt und wie konntest Du Dich mit Deinem persönlichen Hintergrund besonders einbringen?

Mein erstes Auslandsprojekt war in Tunesien bei der Tunisie Télécom. Wir sollten dort in einem Dreier-Team bestehend aus Partner, Managing Partner und meiner Person ein Assessment durch Interviews in vielen Bereichen des Unternehmens durchführen. Ich war die Jüngste und die einzige Frau im Team, jedoch hatte ich den großen Vorteil, einen arabischen Hintergrund zu besitzen, der mir großes Vertrauen bei unserem Kunden einbrachte. Die gemeinsame Sprache und das kulturelle Verständnis machte die Zusammenarbeit mit dem Kunden einfacher und freundlicher. In den nordafrikanischen Ländern wird eher Französisch als Englisch gesprochen. Die arabische Sprache war da eine gute Brücke zum besseren Verständnis des Kunden und seiner Sachlage. Auch im Rahmen anderer Projekte konnte ich durch meinen bikulturellen Hintergrund und die Tatsache, dass ich eine Frau bin, die ein oder andere Situation wesentlich kundenorientierter gestalten. 

Was bedeutet Diversity für Detecon? Welche Maxime werden gelebt?

Diversity kann viele Dimensionen haben, Beispiele wären ganz klassisch das Geschlecht oder Alter, Hautfarbe, Sprache, Familienstand, Nationalität, Werte, Persönlichkeit, Einstellungen usw.. Vorreiter im Thema Diversity waren und sind immer noch die USA. Deutsche Unternehmen haben das Thema auch schon vor einiger Zeit entdeckt, sind aber noch lange nicht soweit. Detecon ist international ausgerichtet, ein ganzer Bereich bedient Kunden aus aller Welt. Detecon berät unterschiedlichste Kunden mit vielfältigen Themen, Diversity ist dabei ein wichtiges Thema. Projekt-Teams aus Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichsten Kompetenzen schaffen tagtäglich bei unseren Kunden vor Ort Synergien durch ihre Vielfalt. Eine ausgeprägte interkulturelle Kompetenz von Mitarbeitern und Management ist natürlich Voraussetzung dafür, dass Synergien entstehen können. Daher gibt es die verschiedensten Initiativen, um uns so vielfältig wie möglich aufzustellen. Zu den Maximen der Detecon gehören u.a. Unternehmensgewinn, Kundenzufriedenheit, Shareholder Value und Image, Diversity zahlt auf all diese Maxime ein. Die Zusammenarbeit in gemischten Teams führt zu internationalem Erfolg, Diversity schafft Kundenorientierung und eröffnet neue Märkte und führt letztlich auch zu erhöhter Kundenzufriedenheit. Die gelebten kulturellen Werte und die individuelle Mitarbeiterbetreuung bei Detecon schafft ein gemeinsames Unternehmensverständnis, das starken Einfluss auf ein positives Unternehmens-Image hat. Das ist mit Sicherheit einer der Kernaspekte, warum ich nach sieben Jahren Beratung immer noch im Unternehmen bin. Denn für mich ist die interkulturelle Kompetenz heutzutage mit der zunehmenden Globalisierung einer der wichtigsten Aspekte, um erfolgreich zu bleiben. Um mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Trends mitzuhalten oder sie gar zu setzen, ist Kreativität und Innovationsfähigkeit gefragt, und genau das schafft Vielfalt. 

Welche Initiativen gibt es zum Thema Diversity bei Detecon, wie kann Diversity tatsächlich gelebt werden?

Diversity ist für Detecon ein Selbstverständnis und entwickelt sich mit der explorativen Unternehmenskultur stetig weiter. Konkrete Beispiele für die Förderung von Diversity sind eben so zahlreich und erstrecken sich von Consulting Networks,  über einen kollegialen Austausch zwischen den internationalen Detecon-Standorten, Trainings, Praktikanten- und Studenteneinsatz, die konsequente Mischung von Jung und Alt, flexible Arbeitszeiten, bis hin zu einem möglichen Wechsel in die Stabsabteilungen bei sich veränderndem familiären Hintergrund. Für die weitere Stärkung der Teamfähigkeit gibt es dazu noch die verschiedensten sportlichen Initiativen und Events z.b. der jährliche Laufwettbewerb aller Beratungen in Deutschland, an dem Detecon-Kolleginnen und Kollegen regelmäßig teilnehmen. In meiner Zeit als Beraterin habe ich bisher an den unterschiedlichsten Initiativen teilgenommen, eine willkommene Abwechslung neben dem stressigen Berateralltag. So wird neben der fachlichen Weiterbildung auch die interkulturelle und soziale Kompetenz geschult und gestärkt. 

Im Gegensatz zu anderen Beratungen stellt Detecon internationale Mitarbeiter nicht nur in ihren Auslandsbüros ein, sondern auch hier in Deutschland. Unser Beratungsgeschäft ist letzlich „People Business“, und der Diversity-Ansatz ermöglicht die Zusammenführung unterschiedlichster Talente. Für Problemlösungen bedarf es vielfältige Perspektiven mit erfolgreichen und nachhaltigen Ergebnissen. Der Umgang mit personeller und kultureller Vielfalt im Unternehmen ist ein ganzheitliches Konzept, das Mitarbeitern, Management und Kunden zugutekommt.