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Digitale Innovationen für Versicherungen im Minutentakt

Disruptive Ideen im 4-Minuten-Takt: Beim SV Insurathon, dem Hackathon der SV SparkassenVersicherung wurde die digitale Zukunft der Versicherungsbranche vorgedacht. Innovative Ideen, Spaß und Enthusiasmus prägten drei Tage in Stuttgart, von denen auch der Gold-Sponsor Detecon begeistert war.

Mit smarten Ideen als cleveres IT-Talent die Welt der Versicherungen digitalisieren? Und dabei 5.000 Euro gewinnen? Knapp 50 Designer, Softwareentwickler und Datenanalytiker hatten diese Ziele vor Augen und waren zum erstmalig ausgetragenen Hackathon in die schwäbische Metropole gekommen. Gefragt war es, digitale Innovationen rund um die Themen Digital Assistants, Connected Communities, Service Revolution und Smart Data zu entwickeln und diese unmittelbar in lebensnahe Prototypen zu gießen.

Detecon war von diesem Konzept begeistert, da die Managementberatung selbst einen „Beyond Consulting“-Ansatz verfolgt und etwa im eigenen Digital Engineering Center großen Wert auf Co-Innovation und zügigen Aufbau von Prototypen und Proof-of-Concepts legt. Dr. Nikolaos Vlachantonis, der als Experte für Versicherungen und Partner bei Detecon den SV-Insurathon als Jury-Mitglied unterstützte, betont denn auch: „Um im digitalen Zeitalter agil handeln zu können, ist eine systematische Generierung von Innovationen, etwa durch Labs oder Kooperationen mit Start-Ups sehr wichtig. Die Stärkung von Technologiekompetenz von Versicherern ist eine Schlüsselfähigkeit, um beispielsweise abstrakte Produkte „online“ gezielter und effektiver zu vermarkten.“

Sehr effektiv waren auch die fünf Teams unterwegs, die sich beim SV-Insurathon für das Finale am Montagabend qualifizieren konnten. Ein breites Spektrum an versicherungsrelevanten Digitalideen wurde vorgestellt: So entwickelte ein Team einen Upload-Filter als Versicherungsservice für Kleinunternehmen, die unbewusst auf der eigenen Webseite urheberrechtlich geschützte Fotos präsentieren. Ebenso praxisbewusst die Ideen eines anderen Teams, durch Event-driven-Marketing neue Kundenkontaktpunkte für Versicherer zu schaffen: Über Eventplattformen im Web könnten könnten, kombiniert mit Freebies, situative Versicherungen auch für die Kundengruppe der unter 30-jährigen schmackhaft werden. Analytisch kompetent ging schließlich das Team „insursight“ vor, welches mittels Algorithmen für künstliche Intelligenz und einem Dashboard besonders risikoadäquate Prämien ermittelte und damit den letztlich den zweiten Platz belegte.

Ein rein internationales Team widmete sich der Frage, wie Kunden künftig über digitale Helfer mit ihrem Versicherer kommunizieren können. „Uns ging es darum, den lästigen Prozess einer Schadensmeldung sehr smooth und einfach zu gestalten“, erklärt Deepak Garg die kurz zuvor programmierte Lösung, die den Versicherungsvertrag einem NFC-Tag zuordnet, so dass Kunden nur ihr Handy an den Tag halten und sofort vom Versicherer zurückgerufen werden. Steve Thijssen erklärt: „Viele Menschen mögen Sticker. Mit einem Tag versehen und von der Versicherung designt, wird er am Laptop, im Auto oder auch an einem Rollator befestigt wird. Hierüber könnten auch Passanten einem älteren Menschen, dem etwas zugestoßen ist, sofort helfen.“ Xavier Buillit hebt schließlich die Wirtschaftlichkeit hervor: „Bei Kosten von 10 Cent pro NFC-Tag hält sich der Aufwand für die Infrastruktur völlig in Grenzen“. In einem Video erklären die drei ihren Innovationsvorschlag näher:

https://youtu.be/Gw6GWiafWbY

(Video v.l.n.r.: Xavier Buillit, Steve Thijssen, Deepak Garg)

Markus Strack von Detecon, der die Teams als Pitch-Coach auf ihre Präsentationen vorbereitete, parallel aber auch mit Führungskräften der SparkassenVersicherung einen Design-Thinking-Workshop durchführte, sieht vor allem in konsequent aus Kundensicht heraus gedachten Ideen den Schlüssel zum Erfolg: „Dies mag selbstverständlich erscheinen, aber oft scheitern neue Serviceideen oder Produktinnovationen deshalb, weil sie von Experten konzipiert wurden, ohne den Nutzer konsequent in den Mittelpunkt zu stellen. Der Kunde empfindet diese dann aber als komplex oder technisch überladen. Einfache Lösungen, aus Kundenperspektive konzipiert und ausprobiert, sind der Schlüssel für die wirklich positiven Kundenerlebnisse.“

(v.l.n.r: Markus Strack, Franziska Reuter, Moderator Daniel Bröckerhoff)

Doch wer trug nun den Sieg beim SV Insurathon davon? Am Ende war es das Team „LocateTech“! Lukas Baumann und Matthias Gliwka entwickelten in Stuttgart ein Tool, das Versicherungsberater zu Analysten für individuelle Cyberrisiken macht. Denn diese sind für die meisten nur schwer einzuschätzen und unterliegen einem konstanten Wandel. Immer mehr Unternehmen interessieren sich somit für Cyberpolice, um mögliche Schäden durch Cyberattacken und Trojaner zu minimieren. Gleichzeitig ist es aber für den einzelnen Versicherungsberater besonders schwer, das konkrete Risiko einschätzen zu können.