DETECON Consulting

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„Digitale Innovation im Energiesektor“

Wie energie360° sich den Weg zu digitalen Geschäftsmodellen ebnet.

Der Schweizer Energieversorger energie360° stand vor den Herausforderungen der Digitalisierung. Durch die Schaffung eines agilen Business-IT Alignments hat er jetzt die Grundlage, die Herausforderungen und Chancen der Digitalen Transformation im Energiesektor zu meistern. Der Schlüssel dazu war ein schlankes Enterprise Architecture Management (EAM) und ein integrierter Innovationsmanagementprozess.

Wer ist energie360°?

energie360° gestaltet die Zukunft sinnvoller Energieversorgung in der Schweiz. Dank hohem Verständnis für die spezifischen Anforderungen bietet der Energieversorger jedem Kunden die beste Energielösung – schnell, bequem und verlässlich. Mit einem starken Fokus auf erneuerbare Energien und einer breiten Palette an Produkten und Dienstleistungen im Energiebereich leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der 2000-Watt-Gesellschaft in Zürich und der Energiestrategie 2050 der Schweizer Bundesregierung.

Die Herausforderung: digitaler Wandel im Energiesektor

Die Energiestrategie 2050 des Schweizer Bundes stellt den Energiesektor – ähnlich wie in Deutschland – vor zahlreiche Herausforderungen. Neben der Energiewende bedeutet die Digitalisierung zusätzliche Risiken und Chancen für Energiefirmen. Durch über die Jahre stetiges Wachstum wird energie360° zum national tätigen Anbieter und entwickelt sich vom klassischen Erdgas-Versorger zum breit aufgestellten Anbieter von maßgeschneiderten Energielösungen. Hierbei ist es vor allem wichtig, auf die „richtigen“ digitalen Geschäftsmodelle zu setzen, um für das Unternehmen profitable und für den Endkunden nachhaltige Lösungen zu bieten.

Wie ging der Digitalverantwortliche vor?

Ausgangspunkt war ein Assessment der aktuellen IT-Strategie auf Basis des „Detecon IT Strategy Frameworks“. Die Ergebnisse der Analyse konnten anschließend zur Ableitung erster Handlungsschwerpunkte verwendet werden.

  • Durchführung einer strategischen Portfolio-Analyse: Das bestehende IT-Projektportfolio, die Geschäftsstrategie und IT Strategie werden bewertet und aneinander ausgerichtet.
  • Bestimmung der Architektur-Maturität: Davon abgeleitet wird definiert wo der Handlungsbedarf hinsichtlich Architektur (EAM) besteht, mit dem Ziel, den zukünftig nötigen EAM Reifegrad zu bestimmen. Hierbei galt als oberste Prämisse, ein schlankes Architektur-Management mit den vorhandenen IT-Ressourcen zu definieren.
  • Integration des Innovations-Managements zu einem Demand-to-Budget-Prozess: Für die Einführung neuer digitaler Innovationen und „Kanalisierung“ der Fachseiten-Demands braucht es einen durchgängigen, integrierten Demand-to Budget-Prozess um die richtigen IT-Projekte im Unternehmen umzusetzen.

„Mit einem schlanken, integrierten EAM-Ansatz sind wir auf dem richtigen Weg“
Michael Glatthard, Leiter IT bei energie360°

Innerhalb von vier Monaten konnten unmittelbar nach Projektabschluss bereits mehrere Schritte in Angriff genommen werden. Dazu gehören der Aufbau von Rollen und Skills innerhalb der IT von energie360° sowie die Etablierung eines Architektur- bzw. Portfolio-Boards. Inhaltlich hat die Ausarbeitung einer Business- Informationssystem- und Infrastruktur-Architektur oberste Priorität und dient gleichzeitig als erste Architektur-Aufgabe, um die Unternehmung an das Thema heranzuführen. Ziel ist die Erstellung einer integrierten Architektur Roadmap und die Integration mit dem Anforderungs- und Portfolio-Prozess.

Warum Enterprise Architecture Management?

Letztlich geht es auch bei der Digitalisierung darum, eigene, digitale Geschäftsideen und Szenarien zu validieren. Hierzu kann man das nutzen, was sowieso da ist: die Unternehmensarchitektur. Um zu prüfen, ob und wo neue digitale Geschäftsideen sinnvoll umsetzbar sind, muss man verstehen, welche Teile der Unternehmensarchitektur betroffen sind. Um die benötigte Agilität sicherzustellen, braucht es einen schlanken und pragmatischen EAM-Ansatz.

Dies reicht oftmals bereits aus, um diejenigen Fähigkeiten zu identifizieren, die für die digitale Transformation erweitert oder aufgebaut werden müssen. Schließlich entsteht eine pragmatische Entscheidungsunterstützung für mögliche Alternativen und die Planung einer Roadmap zur Umsetzung.

Nutzen auch Sie EAM? Welche Methoden und Frameworks nutzen sie, um die Chancen des digitalen Wandels zu nutzen?